9. Stolberger Museumsnacht 03.11.12

Was geht woanders?
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Norbert von Thule
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9. Stolberger Museumsnacht 03.11.12

Beitrag von Norbert von Thule »

9. Stolberger Museumsnacht

Die gesamte Burg ist fest in mittelalterlicher Hand mit vielen bunten Ständen:

• Licörerei,
• Schmiede,
• Bierbrauer,
• Gewandschneiderin,
• Mongolische Teestube,
• Bogenbauer.

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Der Gaukler Stephan bietet eine eindrucksvolle Feuershow !

Natürlich ist auch die Waffenkammer und die Folterkammer zugänglich.

Auch für die Kinder wird Programm geboten:

”¢ Mittelalterlicher Zehnkampf (Für alle Kinder, die noch mehr wollen, gehen diese Angebote sonntags ab 10 Uhr weiter, mit mittelalterlichem Zehnkampf, Sackhüpfen mit Ei und Apfelstechen.)

Organisiert wird dieses mittelalterliche Spektakel von den Templern Aachen, den Burgrittern Stolberg und der Burggastronomie, die Sie zusätzlich noch mit kleinen Leckereien verwöhnt.

Rittersaal:

von 19.00 Uhr bis ca. 23.00 Uhr ist die Gruppe Frendköpp -Marktmusik und Minnegröhl- sowie die Gruppe Condra e.V. mit historischen Tanzeinlagen zu bewundern.

Die Burggastronomie verwöhnt Sie mit kleinen Leckereien.
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Norbert von Thule
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Re: 9. Stolberger Museumsnacht 03.11.12

Beitrag von Norbert von Thule »

Heute am Zinkhütter Hof:

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Norbert von Thule
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Re: 9. Stolberger Museumsnacht 03.11.12

Beitrag von Norbert von Thule »

Heute in der Aachener Zeitung:
Nadine Preller hat geschrieben:
Stolbergs Burg erwacht aus dem Dornröschenschlaf

Das Ächzen und Stöhnen der Gefolterten, das Rasseln ihrer Ketten - man glaubt fast, den gespenstischen Tumult, der damals in den schmalen Gängen des alten Burgfrieds tobte, noch heute hören zu können. Doch der Körper bibbert nicht nur ob der spukhaften Atmosphäre.
Auch scheinen die dicken Mauern jeden noch so kleinen Sonnenstrahl vom Inneren der Burg fernzuhalten. Und seinen Weg die Stufen empor tapsend, nähert sich der Besucher mit jedem Schritt der ehemaligen Folterkammer...
Das Leben, was Monika Lück seit rund einem halben Jahr der Stolberger Burg einhaucht, dürfte nicht nur Mittelalter-Fans verzücken. Mehr Atmosphäre, mehr Flair aus vergangenen Jahrhunderten geht nicht. Es ist ein Ambiente, das den Gemäuern da oben über den Dächern der Kupferstadt lange Zeit gefehlt hat. Und das mit Monika Lück wieder einkehrt.
Im Frühjahr dieses Jahres hat die neue «Burgherrin» das Zepter übernommen, den alte Gastronomiebereich gemeinsam mit ihrer Schwester Annegret in ein ritterlich anmutendes Restaurant verwandelt - mit alten Kerzenleuchtern, Rüstungen und Schilden an den Wänden, stilecht in den Stolberger Stadtfarben rot und gold.
«Sie hat die Burg aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt», sagt Ralf Herff über seine Mitstreiterin. Herff ist Mitglied in der Interessengemeinschaft Stolberg im Mittelalter - ein Zusammenschluss von rund 35 Leuten, die seit Jahren nicht nur die hiesigen Gassen mit Geschichten aus vergangenen Zeiten bereichern. So siedelten die Mitglieder beizeiten auch auf dem Vorhof der Burg, verzauberten ihre Gäste mit Feuerspektakeln, Schwertkämpfen, liebevoll geschneiderten Kostümen oder dem ein oder anderen Stockbrot, das über dem Lagerfeuer langsam knusprig wurde.
Hier lernten sie sich kennen: Doch mit der Geschäftsfrau Monika Lück und den Mittelalter-Fans prallten keine Welten aufeinander, nein, es entstand eine mehr als fruchtbare Symbiose. Da ist Lück, die Willensstärke, Geschäftssinn und das nötige Kleingeld mitbringt. Und da ist die IG Stolberg im Mittelalter, die mit Wissen um alte Zeiten punkten kann, die um historische Fakten weiß, Waffen einordnen, Katapulte bauen, Kleidung schneidern kann.

Fruchtbare Symbiose

Aus dieser Symbiose entstand in nur wenigen Monaten, aber mit viel freiwilliger Arbeit, aus dem «tristen und lieblos eingerichteten Räumen» ein Juwel. Ja, es war ein Dornröschenschlaf, in dem die Burg lange Zeit schlummerte. «Von außen hui, drinnen eine Abstellkammer», sagt Günter Kleiber von der IG. Sein Kollege Rolf Moll pflichtet ihm bei: «Das sah furchtbar aus. Und immer die enttäuschten Gesichter der Besucher, die hinter der Burgtür nur vernachlässigte Räume vorfanden.»

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Darauf stoßen sie an: Mit Monika Lück (v.r.) und den Mitgliedern der Interessengemeinschaft Stolberg im Mittelalter, Ralf Herff (v.l.), Günter Kleiber (h.r.) und Rolf Moll (h.l.), entstand eine fruchtbare Symbiose, die wieder historisches Flair in die Räumlichkeiten der Burg bringt. Foto: N. Preller (6)

Doch mit Lück geht's seit einem halben Jahr stetig aufwärts. Neben der Gastronomie hat sie auch den Bereich Hochzeit ausgebaut. Verliebte können sich im mittelalterlichen Trauzimmer das Ja-Wort geben, anschließend im Rittersaal, in der Galerie oder im Turmzimmer auf das neue Glück anstoßen und den nächsten Lebensabschnitt feiern.
Klar, ein Trauzimmer gab's schon vorher, und auch Heiraten war auf der Burg möglich. Lück jedoch zeigt alte Fotos: ein Vorher-Nachher-Vergleich, der überzeugt. Im Trauzimmer wurden die weiße Wände mit historischen Gemälde bestückt, karge Stühle gegen edle antike Polstersessel ausgetauscht. Die verstaubten Federherzen an den Wänden im Rittersaal sind gewichen, haben Platz gemacht für den alten Fritz und Konsorten.
Im Umkleideraum, für Köche aus der ehemaligen Gastronomie steht heute ein Tisch, reichlich gedeckt mit Obst und Holzschalen, antikem Besteck und rustikalen Kerzenleuchtern. Es geht weiter, über alte Balkone in luftigen Höhen. Dort steht ein Katapult, hier hängt ein mannshoher Käfig an der Außenwand. «Fehlt nur noch das Skelett», sagt Herff. Ein Scherz ist das nicht - alles soll künftig so authentisch wie möglich erscheinen.
Der Aufbau-Plan Burg ist also noch lange nicht abgeschlossen. Regelmäßige Führungen durch die alten Gemäuer stehen künftig auf dem Plan, Mitmachkurse für Kinder. In mühevoller Kleinstarbeit und mit viel Liebe geben Lück und ihre Mitstreiter der Burg das zurück, worauf sie lange Zeit verzichten musste: ein Innenleben. Das Konzept kommt an, es sind nicht nur Touristen, die die neuen Räumlichkeiten aufsuchen, sondern auch die Stolberger selbst. «Vor ein paar Tagen kam uns ein Paar aus der Region besuchen; die waren das letzte Mal vor 40 Jahren hier», erzählt Herff. «Die kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.»
Von «sich entspannt zurücklehnen» soll jedoch keine Rede sein. «Wir wollen nicht vom Dornröschen- in den Winterschlaf schlittern», sagt Lück mit Nachdruck. Gearbeitet wird ergo auch die kalte Jahreszeit hindurch, damit im nächsten Frühjahr tatsächlich alles steht. Da soll es auch einen kleinen Burgladen geben mit regionalen Produkten, «extra gebrautem Ritterbier», Likören und Spielzeug für die jungen Besucher: Holzschwerter und Ritterhemden. Lücks Dogma: «Man kann so viel aus dieser Stadt rausholen, man muss es nur anpacken. Die Burg soll Zugpferd werden für Stolberg.»
Lücks Wunschliste ist noch lang: «Samstags haben wir hier im 45-Minuten-Takt Hochzeiten. Da kommen Hunderte Leute auf die Burg, Parkplätze gibt's aber kaum.» Der Geschäftsfrau schwebt eine kleine Bimmelbahn vor, die durch die Gassen der Altstadt die Gäste hoch zur Burg bringt. «Und auch die unterirdischen Gänge sollen auf Vordermann gebracht werden.» Die Frau hat Visionen, zahlreiche, und das ist gut so. Denn ohne ihre Ideen wäre wohl aus der Burg nicht das geworden, was sie heute ist. Einen Großteil der Veränderungen können Besucher schon bei der anstehenden Museumsnacht entdecken, bei der auch die Burg mit einem großen Programm aufwartet (siehe unten).
In der Eingangshalle hat sich Monika Lück ein ganz besonderes Schmankerl ausgedacht. Neben einer großen massiven Holztür ist ein Schild befestigt. In großen Lettern steht darauf geschrieben: «Hinter dieser Tür befindet sich das Wertvollste dieser Burg...».
Mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht öffnet die Burgherrin langsam die knarzende Tür. Was hinter ihr zum Vorschein kommt? Ein großer Spiegel, über dem geschrieben steht: «...Sie, unser liebster Gast.» Monika Lück lächelt. Und irgendwie scheint sie gar nicht zu bemerken, dass sie es ist, die sich in diesem Augenblick auf der Glasfläche spiegelt.

Die Burg bei der Museumsnacht: Zehnkampf, Feuershow und Kindertag

Im Rahmen der neunten Stolberger Museumsnacht am Samstag, 3. November, von 19 bis 1 Uhr ist auch die Burg vertreten. Der gesamte Bau ist fest in mittelalterlicher Hand mit vielen bunten Ständen: Mittelalterlicher Zehnkampf, Likörerei, Schmiede, Gewandschneiderin, Mongolische Teestube und dem traditionellen Bogen- und Pfeilbau «Eifelpfeil Monschau». Der Gaukler Frodo bietet eine eindrucksvolle Feuershow. Natürlich ist auch die Waffenkammer und die Folterkammer zugänglich.
Auch für Kinder wird ein umfangreiches Programm geboten. Für alle jungen Gäste, die noch mehr wollen, gehen diese Angebote sonntags ab 10 Uhr weiter mit mittelalterlichem Zehnkampf, Sackhüpfen sowie mit Ei- und Apfelstechen.
Organisiertwird das mittelalterliche Spektakel von den Templern Aachen, den Burgrittern Stolberg und der Burggastronomie, die zusätzlich noch mit Leckereien verwöhnt.
Programm im Rittersaal: Mittelaltergruppe Frendskopp mit Marktmusik und Minnegröhl, das Orient Tanzstudio Salwa Simmerath, Saltatio historische Tänze Aachen und die Kaisergarde Barbarossa.
Eintritt für die Museumsnacht einmalig 6 Euro, Familienkarte 12 Euro.
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Norbert von Thule
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Re: 9. Stolberger Museumsnacht 03.11.12

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Gestern auf der Stolberger Burg:

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Norbert von Thule
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Re: 9. Stolberger Museumsnacht 03.11.12

Beitrag von Norbert von Thule »

Morgen in der AZ:
Dirk Müller hat geschrieben:
... und das Wahrzeichen Stolbergs wurde zu einem lebendigen Museum: Ritter, Gaukler, Templer und mehr ließen alte Zeiten aufleben, und die Burg zeigte sich von ihrer besten Seite. «Burgherrin» Monika Lück hatte das historische Gemäuer erneut in großem Ausmaß geöffnet, und die Gäste bevölkerten auch die Wehrgänge sowie Folter- und Waffenkammer. Im Rittersaal setzte sich das faszinierend bunte mittelalterliche Spektakel des Lagers auf dem Burghof fort, das den Sonntag anhielt.
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