Coronavirus-O

Was geht im Mittelalter?
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Norbert von Thule
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Re: Coronavirus-O

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Montrose
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Re: Coronavirus-O

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Norbert hat geschrieben:Merkste was? Oder willst du in diesem Stil weitermachen?

Ich könnte dir eine Menge antworten. Z. B. dass wenn alle im Dorf glauben, dass die Rothaarige eine Hexe ist, sie dennoch irren könnten. Das Gerede von Autoritäten ist kein Ersatz für eigenes Denken. Im übrigen sind mir die Leute auf diesen Bildern alle unsympathisch .... bis auf den Mann in der dritten Reihe und auf Drosten oh mann, ich stell mir immer vor, der hätte einen weißen Lendenschurz an, einen Lorbeerkranz auf dem lockigen Haupt und in der Hand eine Weintraube. Aber das sind nur meine ganz privaten Vorstellungen, ich möchte keinesfalls anzüglich werden.


Da das hier das Mittelalter-Forum ist, sage ich es euch in eurer Sprache: https://www.youtube.com/watch?v=b9BiXsnYd7k
Norbert ist ein Handlanger des Sheriffs von Nottingham. Ich aber bin Robin Hood, der Retter der Wahrheit. :bow




Der Anlass, warum ich mich jetzt gezwungen fühle, hier aufzutauchen, ist dieses hier:

WELT hat geschrieben:Trotz flächendeckender Lockerungen der Corona-Eingriffe bleibt die Impfpflicht für Pflegekräfte bestehen. Leiter von Pflegediensten und Kliniken haben dafür kein Verständnis. Sie fürchten, ab Mitte März wegen Personalausfällen noch mehr Patienten als bisher abweisen zu müssen.
Wenn das wahr wäre, dann wäre es Erpressung: Wir arbeiten nur, wenn wir von der Impfpflicht befreit werden. Das wäre so, wie wenn Bäcker, Metzger und Restaurantbesitzer sagen würden, sie machen ihren Laden nur noch auf, wenn sie nicht mehr die Hygiene-Vorschriften einhalten müssen. Oder ein Feuerwehrmann würde sich beim Einsatz weigern, einen Helm aufzusetzen (weil er davon fettige Haare bekommt?).

Es hat in Deutschland noch niemals einen Vorgang gegeben, bei dem Behörden auf solch fundamentale Forderungen verzichtet hätten. Und es würde auch von Kunden nicht akzeptiert, dass in Krankenhäusern und Heimen sich die Insassen impfen lassen müssen, nicht aber das Personal.


Ich kenne keinen Arzt, der nicht geimpft wäre. Auch Medizinische Fachangestellte sind alle geimpft. Nirgendwo Klagen. Ich wüsste auch keinen Grund, warum Pflegekräfte insgesamt gegen das Impfen sein sollten .... zumal sich viele andere Bürger auch anstandslos impfen ließen. Und zumal das ihrem Selbstschutz dient. Abgesehen davon würde, wie ich bereits sagte, der Schuss nach hinten los gehen. In Polen und Rumänien stehen ganze Völker bereit, die sich gerne impfen lassen und in unseren Pflegeeinrichtungen arbeiten wollen. Selbst wenn diese Zeitungsente von wegen aufmüpfiger PflegerInnen stimmen würde - sie wäre völlig belanglos. Wo würden die aufmüpfigen PflegerInnen, (nur mal angenommen es gäbe sie wirklich und nicht nur in der Fantasie der Presse) so schnell einen neuen Job herbekommen ... und wenn juckt's?


Was bedeutet das? DER AUFSTAND DER PFLEGEKRÄFTE IST EINE ERFINDUNG DER PRESSE. DEN AUFSTAND GIBT ES IN WIRKLCHKEIT GAR NICHT. Wenn man weder singen kann noch besonders gut aussieht, dann kommt man nicht über Deutschland sucht den Superstar oder Germany's Next Topmodel in die Medien. Also muss man es mit einem Politmärchen versuchen.

Natürlich präsentiert WELT noch ein Video dazu und zitiert einen hochrangigen "Experten", um die Story glaubhaft zu machen. Das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Ganze Unsinn ist. So albern wie die Landung von Außerirdischen letzten Dienstag auf dem Viktualienmarkt in München. Waaaas, habt ihr davon nicht gehört??? :shock:

Deutschlandfunk, Internet hat geschrieben:Am 30. Oktober 1938 schrieb ein Hörspiel Rundfunkgeschichte. Orson Welles hatte den Science-Fiction-Klassiker „War of the Worlds“ so realistisch inszeniert, dass vor allem im Großraum New York Menschen aus Angst vor einer Invasion vom Mars in Panik auf die Straßen liefen.
Manipulation der Massen durch die Medien. Krankenpfleger auf dem Piratenschiff .... demnächst in Ihrem Kino.




Norbert, ich habe eine Frage an dich:
Merkste was? Oder willst du in diesem Stil weitermachen?
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Norbert von Thule
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Re: Coronavirus-O

Beitrag von Norbert von Thule »

Montrose hat geschrieben:Ich aber bin Robin Hood, der Retter
Nein, bist du nicht.

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Robin Hood? Der Retter der Lockdown-Maßnahmen? Wen willst du hier verarschen?
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Norbert von Thule
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Re: Coronavirus-O

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Montrose
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Re: Coronavirus-O

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Aachen kam bisher immer gut weg. Auch jetzt sinken dort die Zahlen schnell.

Es gibt andere Gebiete, da ist die Inzidenz immer noch über 2000. Und ja, dort gibt es auch Leute, die schwerer erkrankt und bis heute nicht arbeitsfähig sind - nach Wochen. Also auch wenn du die Inzidenz nicht als Maß akzeptierst, ist da einiges andere passiert. Es wurde sogar ein stationäres Rehabilitationsprogramm in der Nähe gestartet, um diesen Leuten zu helfen. Sonstige Auswirkungen auf Betriebe (hohe Ausfälle durch Quarantäne, Überstunden der anderen) und in Kindergärten (andere Gruppenaufteilungen) waren immens.

Ich weiß nicht, warum in einigen Regionen die Zahlen so hoch geschossen sind (übrigens auch in früheren Wellen). Das kann m.E. nur an den Menschen und ihrem Verhalten liegen. Woran sonst?

Wenn du im Land der Glückseligen lebst, hast du natürlich andere Ansichten, als wenn du in einem Umfeld wohnst, wo eben doch einiges mehr passiert. Und dann geht man hier auf den Wochenmarkt und viele stehen zum Tratsch ohne Maske eng beieinander. Und abends grölen die Demonstranten - oder "Spaziergänger", wie sie sich nennen - "Wir sind die rote Linie."

Mich wundert es, dass Menschen, die in einer Region leben, die in gewisser Weise versagt hat, auch noch lautstark auf sich aufmerksam machen. Das ist ein bisschen so wie wenn der Dümmste in der Klasse meint, er müsse ständig Reden halten. Wenn es der Musterschüler wäre, dann wäre das akzeptabel. Aber in einer Schulklasse, in der die Schüler einige Schwierigkeiten haben, sollten die Schüler vielleicht doch auch einmal auf den Lehrer hören.

Du musst dort nicht leben. Du bist ja im Land der Glückseligen. Da sieht die Welt natürlich anders aus.



Folgendes ist eine andere Angelegenheit
WELT hat geschrieben:DEUTSCHLAND
KRIMINALITÄT
Fast 50 Menschen wurden 2021 ins Gleisbett gestoßen
Und trotzdem hat es das gleiche Thema: Du weißt nie, mit welchen Vollidioten du zusammenkommst.

Man kann nicht einfach darauf vertrauen, dass der andere verantwortungsvoll und vernünftig handelt.
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Norbert von Thule
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Re: Coronavirus-O

Beitrag von Norbert von Thule »

Montrose hat geschrieben:Du bist ja im Land der Glückseligen. Da sieht die Welt natürlich anders aus.
Viren kennen weder Stadt- noch Landesgrenzen. Und mit der Dummheit ist es ähnlich.

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Norbert von Thule
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Re: Coronavirus-O

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Norbert von Thule
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Re: Coronavirus-O

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Montrose
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Re: Coronavirus-O

Beitrag von Montrose »

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sinngemäß hat geschrieben:Insofern stellt sich die Frage, ob nach Abflauen von Omikron die Entwicklung eines neuen Impfstoffes Sinn macht.

In Anbetracht, dass solch eine Pandemie wieder auftauchen kann und möglicherweise mit häufigerer Hospitalisierung einhergeht (Planspiel: ich sag nicht, dass es jetzt so ist, ich sage, dass es in Zukunft passieren könnte), braucht man effektivere Abläufe.

Es ist völlig unmöglich, dass mit den modernen Methoden die Identifikation, DNA-Sequenzierung und Entwicklung eines spezifischen Impfstoffes monatelang dauert. Das wäre so, wie wenn jemand behauptet, man bräuchte von München nach Berlin drei Monate. Das war vielleicht in der Zeit so, als es noch keine Kutschen und Autos gab. Aber heute braucht man für diese Strecke nur wenige Stunden.

Die politischen und wissenschaftlichen Institutionen arbeiten derzeit uneffektiv.



Es bleiben also einige Aufgaben übrig.


1. Ein besseres Frühwarnsystem, das potentielle Gefahren rechtzeitig erkennt. Hierzu braucht es unabhängige nationale Einrichtungen, weil internationale Einrichtungen - wie sich gezeigt hat - Märchen erzählen. Corona hätte sich niemals verbreitet, wenn die WHO nicht anfangs die Sachlage verschleiert hätte. Es kann nicht angehen, dass deutsche WissenschaftlerInnen nur ausländische Fachartikel zitieren. Deutsche WissenschaftlerInnen müssen selbst forschen!



2. Die Suche nach dem Super-Impfstoff. Es gilt, prinzipielle Zusammenhänge zwischen Viren-Mutationen zu erkennen und daraus Schlüsse für eine umfassende Systematik und Handlungsanweisung zu gewinnen.



3. Klare Aufgabenverteilung: Wer macht was in einer Krise?
Es kann nicht angehen, dass "Wissenschaftler" und "Experten" in den Medien als Redekünstler und Möchtegern-Politiker auftreten anstatt ihre Arbeit als Wissenschaftler zu erfüllen. Ein Maurer kann sich ja auch nicht vor das unfertige Haus stellen und den Vorbeigehenden seine persönliche Religion erzählen. Dazu ist ein Maurer nicht da. Und dazu ist auch ein Wissenschaftler nicht da.

Die ethische Verantwortung trägt die Politik. Sie legt fest, wieviel Opfer sie bereit ist hinzunehmen.

Es ist noch nachzutragen, dass der Impfstoff von Biontech in der freien Wirtschaft entwickelt und hergestellt wurde und nicht an den Universitäten. Insofern ist zu überlegen, ob universitäre Einrichtungen, die der Steuerzahler teuer bezahlen muss, zugunsten der freien Marktwirtschaft abgebaut werden. Man sollte nur für das bezahlen, was auch etwas bringt.



4. Klare Vorgaben zur Verteilung des Impfstoffes. Was Merkel und von der Leyen am Anfang der Pandemie sich geleistet haben, war Murks hoch Zwei. Der Impfstoff wurde quasi in die EU exportiert und dann wieder re-importiert. Nationale PolitikerInnen sollten sich daran erinnern, dass sie in ihrem Amts-Eid geschworen haben, ihrem Volk, das sie gewählt hat, zu dienen. Von einer Rettung der ganzen Menschheit ist im Amts-Eid nicht die Rede.


Corona hat gezeigt, dass wir in einem schlimmen Ernstfall (wenn die Seuche eben doch nicht so harmlos wäre) schlecht vorbereitet sind. Das muss sich ändern!
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Norbert von Thule
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Re: Coronavirus-O

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Montrose hat geschrieben:Es kann nicht angehen, dass deutsche WissenschaftlerInnen nur ausländische Fachartikel zitieren. Deutsche WissenschaftlerInnen müssen selbst forschen!
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Von Drosten ...

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... bis Streeck ...

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... lebst du in einem Parallel-Universum.
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Norbert von Thule
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Re: Coronavirus-O

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Da capo:
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"Deshalb sei es wichtig, konsequent gegen antidemokratische Tendenzen vorzugehen."

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Re: Coronavirus-O

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Norbert hat geschrieben: ... lebst du in einem Parallel-Universum.

Du verdrehst hier die Dinge. Es war deine Aussage, man könne nichts tun - du hast dazu Leute wie Strunz zitiert. Ich habe daraufhin satirisch überzeichnet geantwortet, dass solch ein "bäbää, wir können nichts machen" nicht hilfreich ist. Jetzt stellst du auf einmal meine Meinung als deine Meinung dar.

Drosten und Streeck haben Forschung betrieben. Das ist richtig. Du hattest aber auch wahllos Leute zitiert, die aktuell nichts Brauchbares beigetragen haben außer irgendwo als "Experten" ihre "Meinung" zum Besten zu geben.


Stöhr war laut Wikipedia bis 2017 aktiv in der Forschung tätig, dann wurde er "freier Berater". Auf mich wirkt das komisch.
Weiterhin heißt es in Wikipedia:
Wikipedia hat geschrieben:So wandte er sich im November 2020 gegen Lockdowns und ein Inzidenz-Ziel von 50, da die Krankenhäuser belastet, aber nicht überlastet seien.[14] Er betonte, dass Deutschland „nicht so viel anders als Schweden“ mache, lobte aber die schwedische Entscheidung, Kindergärten und Schulen offen zu halten.[15] (Tatsächlich wechselte jedoch auch Schweden kurz darauf im Dezember 2020 zum reinen Distanzunterricht für Schüler ab 16 Jahren, bzw. in der Region Stockholm für alle Schüler ab 13 Jahren.[16])


Der Mann hat hier seine Kompetenzen überschritten. Was das Kriterium von Entscheidungen ist, ist nicht sein Metier. Zumal beim gefährlicheren Ur-Typ und dem Delta-Typ anders als bei der Omikron-Variante Inzidenz und Hospitalisierung noch in einem klaren Zusammenhang standen und Impfstoffe zum Abpuffern der Pandemie fehlten. Neben der - wie ich finde - geistigen Verwirrung in der Frühphase der Pandemie zeigt dieses Zitat auch, dass er mit dem "Vorbild Schweden" daneben lag. Bloß weil Napoleon in Austerlitz gewonnen hatte, verhinderte dies nicht Waterloo. Leuten bloß deshalb zu glauben, weil sie einmal hochrangig waren, ist kein guter Wegweiser.

Freier Mitarbeiter? Ich mache mir Gedanken, ob er entweder auf seinen Pöstchen so viel Geld verdient hatte, dass er seine Tätigkeit nicht mehr nötig hatte. Oder ob er - wie der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg Mappus - gegangen wurde. Am wahrscheinlichsten ist, dass er einfach in Rente gegangen ist (Jahrgang 1959). Vielleicht sollten die älteren Herren auch mal den Ruhestand akzeptieren. Zumal wenn sonst nichts dabei rauskommt. Das Buch "Machtverlust" legt am Ende zum Beispiel nahe, dass der alte Schäuble die CDU/CSU bei der Bundestagswahl gekillt hat. Nach meiner persönlichen Meinung war die Rolle von Stöhr in der Pandemie wenig hilfreich.




Es ist schön, dass wir uns jetzt darin einig sind, dass man etwas machen kann.




Söder als Wendehals macht in der Tat keine gute Figur. Seine Zeit ist genauso um wie die Zeit von Laschet. Die beiden hatten ihren Showdown, heute sind sie Geschichte. Söder zündelt noch ein bisschen, weil er es noch nicht bemerkt hat. Wie heißt es so schön in dem Film The Sixth Sense: Die Geister wissen nicht, dass sie tot sind. :wink:
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Montrose
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Re: Coronavirus-O

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Stöhr hatte früher an harmlosen Vorgängervarianten von COVID-19 im Labor gearbeitet. Er übertrug fälschlicherweise eine alte Information auf eine neue, veränderte Lage. Das ist so, wie wenn euch Opa von den Vorteilen von Bleistiften erzählt, weil er in seinen jungen Jahren den Computer noch nicht kannte.


WELT hat geschrieben:Jede 7. Corona-Infektion führt zu Long Covid. In fast allen Fällen leiden Long Covid-Patienten unter neurologischen Beeinträchtigungen. Das häufigste Symptom ist eine pathologische Müdigkeit. Bei rund 90 Prozent aller Betroffenen lassen sich keine organischen Ursachen feststellen.
Das ist das eigentliche Problem. Die Hospitalisierungsrate, "flatten the curve" oder die Sterblichkeit sind volkswirtschaftlich unbedeutende Größen.
Denn in diesen Szenarien sind die Patienten (angeblich) bald wieder gesund oder tot - und verursachen dadurch keine Kosten mehr.

Lange ärztliche Behandlungen, berufliche Ausfälle, Dauerarbeitslosigkeit und Frühberentungen sind die großen Herausforderungen.
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Norbert von Thule
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Re: Coronavirus-O

Beitrag von Norbert von Thule »

Montrose hat geschrieben:Jede 7. Corona-Infektion führt zu Long Covid.
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Wenn nur jeder 7. der Infizierten ein oder mehrere Symptome nach der Infektion aufweist, so muss man der Infektion doch rechnerisch eine heilende Wirkung attestieren, wo sonst schon allein das Symptom "Kopfschmerzen" bei 70 Prozent der Bevölkerung vorhanden ist.

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Re: Coronavirus-O

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Noch'ne Rechnung:

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Re: Coronavirus-O

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Und noch'ne Rechnung:

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Re: Coronavirus-O

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Und noch eine offene Rechnung:

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Re: Coronavirus-O

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Soweit die Theorie. Praktisch hat man hier in der Region eine stationäre Rehabilitation eingerichtet für Leute, die mit den COVID-Folgen nicht zurecht kommen. Solch eine Einrichtung schafft man wohl kaum, wenn es keinen Bedarf gäbe.

Die beschriebenen Symptome wie Müdigkeit und Erschöpfung bedeuten oft, dass die Person nicht mehr arbeiten geht und sich krankschreiben lässt. Ein achtstündiger Arbeitstag im Büro bei ständigen Kopfschmerzen? Atembeschwerden bei jemandem, der körperlich arbeiten muss? Schwindelgefühle veranlasst etliche Patienten dazu, dass sie sich nicht mehr auf die Straße trauen, weil sie angst haben, in der Öffentlichkeit umzukippen. Es ist sinnvoll, nicht einfach irgendwelche Schaubilder und Worte hinzuschreiben, sondern sich das mal ganz praktisch vorzustellen.

Schöne Worte auf dem Papier helfen einem Arzt Vorort nicht weiter. wenn jemand ständig im Wartezimmer sitzt und bittet "Helfen Sie mir!" Versucht man das Ganze zu psychologisieren, fühlt sich das auch nicht gut an. Man steckt immer im Zweifel, dass da doch eine organische Schädigung vorliegt. Einfach fortschicken "Da ist nichts" geht auch nicht, wenn der Patient subjektiv leidet - denn in der nächsten Woche sitzt er wieder im Wartezimmer.





Wissenschaftler der RWTH Aachen haben übrigens herausgefunden, dass 86% der im Zusammenhang mit Corona Verstorbenen tatsächlich an Corona und nicht aus anderen Gründen gestorben sind. https://www.welt.de/wissenschaft/articl ... ahlen.html


Die Gefahr war und ist, dass "Experten" und die Presse von mehreren Möglichkeiten die optimistischste rauspicken. So zum Beispiel die (völlig aus der Luft gegriffene) Behauptung, dass die "angeblichen" Corona-Toten überwiegend an anderen Erkrankungen gestorben seien. Die Studie aus Aachen widerlegt dies nun. Die angeblich beglückende Wirkung der Herdenimmunität der Manaus-Studie hatte sich im weiteren Verlauf ebenfalls nicht bestätigt. Es ist wichtig zu verstehen, dass schöne Worte ein schönes Gefühl geben, aber an der Wirklichkeit nichts ändern und damit auch keine Lösung anbieten. Die zitierten Artikel helfen einem Patienten, der sich schlecht fühlt, nicht.
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Norbert von Thule
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Re: Coronavirus-O

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Montrose hat geschrieben:Soweit die Theorie.
Nein. Das ist keine Theorie*. Das, und das, und das, und auch das ist empirisch** belegt.

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Re: Coronavirus-O

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Und dann gibt es immer noch den einzelnen Menschen und die Frage, wie man in einer konkreten Situation handelt.


Anderer Kritikpunkt: Ist Wissenschaft überhaupt wissenschaftlich?

Manche Wissenschaftstheoretiker halten nur Einzelbeobachtungen für wahrheitsfähig. Aussagen über Gruppen oder Regeln sind allenfalls widerlegbar.

Etwas kann empirisch-wissenschaftlich richtig und dennoch unwirklich sein. Wenn Statistiker herausfinden, dass in Deutschland jede Frau durchschnittlich 1,5 Kinder bekommt, dann ist das wahr und unwirklich zugleich. Denn es werden keine halben Kinder geboren.


Die Wissenschaft ist nicht das einzige Werkzeug, um Welt abzubilden.
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Re: Coronavirus-O

Beitrag von Montrose »

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Norberts Definitionen sind ein Ausweichen in (pseudo-?)intelektuelles Wortgeblubber. Vielleicht soll das irgendwie schlau wirken. Aber es löst keine Probleme bei echten Menschen.
Montrose hat geschrieben:Praktisch hat man hier in der Region eine stationäre Rehabilitation eingerichtet für Leute, die mit den COVID-Folgen nicht zurecht kommen. Solch eine Einrichtung schafft man wohl kaum, wenn es keinen Bedarf gäbe.
Montrose hat geschrieben:Die beschriebenen Symptome wie Müdigkeit und Erschöpfung bedeuten oft, dass die Person nicht mehr arbeiten geht und sich krankschreiben lässt. Ein achtstündiger Arbeitstag im Büro bei ständigen Kopfschmerzen? Atembeschwerden bei jemandem, der körperlich arbeiten muss? Schwindelgefühle veranlasst etliche Patienten dazu, dass sie sich nicht mehr auf die Straße trauen, weil sie angst haben, in der Öffentlichkeit umzukippen. Es ist sinnvoll, nicht einfach irgendwelche Schaubilder und Worte hinzuschreiben, sondern sich das mal ganz praktisch vorzustellen.
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Re: Coronavirus-O

Beitrag von Norbert von Thule »

Montrose hat geschrieben:Norberts Definitionen sind ein Ausweichen in (pseudo-?)intelektuelles Wortgeblubber.
Nein. Das sind Wikipedia-Definitionen – "(pseudo-?)intelektuelles* Wortgeblubber" trifft wohl eher auf deine Frage zu:
Montrose hat geschrieben:Ist Wissenschaft überhaupt wissenschaftlich?
Ja. Wenn "Wissenschaft" nicht "wissenschaft"-lich wäre, hätte man dem Kind einen anderen Namen gegeben.
Montrose hat geschrieben:Die Wissenschaft ist nicht das einzige Werkzeug, um Welt abzubilden.
Richtig. Man kann auch mit einem Maikäfer zum Mond fliegen:

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* intelektuelles:
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Re: Coronavirus-O

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Re: Coronavirus-O

Beitrag von Montrose »

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Norbert hat geschrieben:Ja. Wenn "Wissenschaft" nicht "wissenschaft"-lich wäre, hätte man dem Kind einen anderen Namen gegeben.
Hm, ein interessanter Gedanke. Und was hältst du von der Alternative, dass es sich um einen Werbebegriff handelt. Das Wort ist nicht gesetzlich geschützt. Deshalb kommt es auch in jeder Zahnpasta- und Shampoo-Werbung vor.

Wenn heute jemand sagt "Das ist wissenschaftlich.", dann hat es in etwa die gleiche Bedeutung wie im Mittelalter "Der Herr will es."

Montrose hat geschrieben:Die Wissenschaft ist nicht das einzige Werkzeug, um Welt abzubilden.
Norbert hat geschrieben:Richtig. Man kann auch mit einem Maikäfer zum Mond fliegen:
Wieder eine gute Antwort. Du hast verstanden, dass zum Beispiel auch Belletristik ein Versuch sein kann, eine Botschaft an die Leser*Innen zu vermitteln. Und du erkennst den von mir erwähnten pragmatischen Aspekt an, dass es gut ist, wenn eine Sache nicht nur zur Abbildung, sondern auch zum Funktionieren dient.



Die Weltpolitik verdrängt im Moment CORONA ein bisschen als Thema. Wenn die Aktien fallen, gibt es irgendwann wieder einen guten Einstiegspunkt. Hoffentlich hast du demnächst statt einer Blechmütze nicht ein Bärenfell auf dem Kopf.
https://www.bw-discount.de/bekleidung/k ... gIRO_D_BwE
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Re: Coronavirus-O

Beitrag von Norbert von Thule »

Montrose hat geschrieben:Und was hältst du von der Alternative, dass es sich um einen Werbebegriff handelt.
Dann musst du unterscheiden zwischen Missbrauch (links: Karl Lauterbach, 59) und Miss Sciences (rechts: Mariam S Fofana, 14)

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