Ritter von Satzvey

Was geht woanders?
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Norbert von Thule
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Ritter von Satzvey

Beitrag von Norbert von Thule » 25.01.2014, 16:10

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Montrose
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Re: Ritter von Satzvey

Beitrag von Montrose » 25.01.2014, 18:36

Was für eine schlappe Idee. Bereits vor Jahren konnte man schottische Adelstitel im Internet kaufen: http://www.highlandtitles.com/de/?gclid ... 3god41gAHg. Ritter ist noch nicht mal ein irgendwie verbindlicher Titel wie der Laird mit echtem Besitz.


Besonders gut gefällt mir hingegen das Merchandising hier, auch wenn es sich um ein noch unbestätigtes Gerücht handelt. Angeblich soll es die Hauptpersonen des Eynevolks demnächst als Plüschtiere zu kaufen geben.

Montrose
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Re: Ritter von Satzvey

Beitrag von Montrose » 25.01.2014, 19:22

Bekanntlich mache ich keine halben Sachen und habe deshalb etwas recherchiert. Die gekauften Adelstitel dürfen im Ausweis nicht als Namenszusatz geführt werden (allenfalls als Künstlername, allerdings nur unter bestimmten Auflagen http://www.adelstitel-kaufen.com/adelst ... eintragen/). Keinesfalls handelt es sich um einen echten Adelstitel. Der kann nur über Heirat oder Adoption erworben werden.

Also, erster Schritt, den alten Partner oder die Eltern entsorgen. Die sind nämlich überhaupt nicht adelig, sondern nur einfacher Pöbel. Bäh Würg.

Zweiter Schritt, jemanden Standesgemäßes für dich finden: http://www.freiherrvonpallandt.de/firmen.htm

Schluß damit, sich mit Menschen abzugeben, die mit Kölnisch Wasser parfümieren, Unterhosen aus Baumwolle statt aus Seide tragen und Langusten für einen Stadtteil Roms halten. Das Leben ist zu schade, um es in Mittelmäßigkeit zu verschwenden.

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Re: Ritter von Satzvey

Beitrag von Tanzmeister Denesius » 31.01.2014, 10:54

Also langsam krieg ich echt das Gefühl das der Herr F. in Satzvey einen Beratervertrag bekommen hat.
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Friedrich von Romerich
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Re: Ritter von Satzvey

Beitrag von Friedrich von Romerich » 31.01.2014, 14:24

Ergänzend zu montrose's Ausführungen sei noch erwähnt, daß es in Deutschland seit 1919 keine Adelstitel mehr gibt. Adelstitel und Präfixe werden lediglich als Namenszusatz geführt. Beispielsweise heisst Graf Max von Musterhausen nach deutschem Recht nur noch Max Graf von Musterhausen, der vermeindliche Titel ist also Bestandteil des Nachnamens und kein Titel.

Einzige "Chance" auf echten Adel wäre also eine Liaison mit einem ausländischen Adelsgeschlecht, wobei "ausländisch" durch die diversen Verquickungen zwischen den Königshäusern, speziell im 19. Jhd. unter Königin Viktoria von England eher relativ zu sehen sind. Adelsgeschlechter sind eher Kosmopoliten ;)

Ich meine sogar mal gelesen zu haben, daß es alten englischen Landadel gibt, der gegen eine geringe "Spende" bereit ist, sich familiär infiltrieren zu lassen :au
Wer bin ich? Und wenn ja wie viele???

noli resignare

Montrose
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Re: Ritter von Satzvey

Beitrag von Montrose » 01.02.2014, 20:22

Ich meine sogar mal gelesen zu haben, daß es alten englischen Landadel gibt, der gegen eine geringe "Spende" bereit ist, sich familiär infiltrieren zu lassen
Vermutlich ein Übersetzungsfehler in deinem Reiseführer. Es gibt in England knocking shops, da kann man gegen Bezahlung tackern. Adelig wird man davon aber nicht.

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Friedrich von Romerich
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Re: Ritter von Satzvey

Beitrag von Friedrich von Romerich » 03.02.2014, 13:29

Montrose hat geschrieben:Vermutlich ein Übersetzungsfehler in deinem Reiseführer. Es gibt in England knocking shops, da kann man gegen Bezahlung tackern. Adelig wird man davon aber nicht.
Ich kann Dir zwar nicht ganz folgen, muss ich allerdings auch nicht.

Das was ich meine, funktioniert ähnich wie die Methode des weithin bekannten "Markus Prinz von Anhalt". Nur ist der Unterschied, daß man eben durch entsprechendes Entgeld (das im günstigsten Fall wohl ordentlich 5-stellig, eher 6-stellig ist) quasi durch Adoption einen adeligen Familiennamen bekommt. Über Sinn und Unsinn will ich gar nicht fabulieren. Im Gegensatz zu der Methode des eben genannten, der dadurch wie oben erwähnt eben nicht adelig geworden ist nach deutschem Recht, geht das eben im Ausland schon, man muss nur das nötige Kleindgeld haben.

Oder um es anders auszudrücken: Man wird in Deutschland durch nichts, aber auch gar nichts, adelig!

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