Burgritterlager 19./20.05.12 Burg Stolberg

Was geht woanders?
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Norbert von Thule
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Re: Burgritterlager 19./20.05.12 Burg Stolberg

Beitrag von Norbert von Thule » 09.05.2012, 15:25

Wir gratulieren der IG SIM (Stolberger Burgritter) zum 10-jährigen Jubiläum!

Aus der "memoria publica" ist Lateinisch und steht für "Archiv", heißt aber wörtlich übersetzt "öffentliches Gedächtnis":
Guido hat geschrieben:
Bild Hin und wieder werde ich gefragt, warum wir die IG gegründet haben. Ich versuche es mal in verständliche Worte zu fassen.

Seit fast 10 Jahren bin ich mit der Mittelalterszene verbunden. Doch eigentlich hat mir die ganze Zeit etwas gefehlt. Ich hätte euch bis vor kurzem nicht sagen können, was fehlte...
Aber lasst mich von vorne anfangen.
Wir haben lange Jahre in einem Verein so etwas Ähnliches wie Mittelalter dargestellt. Ich sage das bewußt, denn das was wir machten, war eine Mischung aus Fantasy-Rollenspiel, Mittelalter (kurz: MA) und normaler Realität. Dies war eine zeitlang auch richtig klasse. Es machte Spaß. Wir fuhren auf Märkte, hielten lustige Schaukampf-Vorführungen für Kinder ab, und lernten eine Menge Menschen kennen, die ein ähnliches Hobby hatten wie wir.
Was mich damals ärgerte waren Leute, die meinten sie seien etwas Besseres und könnten auf uns herab schauen. Das was wir machten, war uns genug. Doch ich ignorierte sie; im Grunde, weil ich sauer war und deshalb nicht wirklich zuhörte, was sie mir eigentlich sagen wollten. Ich hatte es aus den falschen Gründen einfach nicht verstehen wollen.
Was sie mir eigentlich sagten war, daß was wir machten doch nicht wirklich etwas mit mittelalterlicher Darstellung zu tun hätte.
Was wir taten, war so etwas wie ein Themen-bezogenes Erwachsenenlager. Geselligkeit und ein klein wenig Langeweile groß geschrieben. Thema: Mittelalter, aber nur so am Rande bzw. knapp vorbei.
Nach langen fruchtlosen Diskussionen über Veränderungen und Verbesserungen, war ich der Meinung, daß diese Vereinsaktivität nichts mehr für mich war. Meine Freundin und ich wollten Abstand gewinnen und nach Lust und Laune auf Märkte fahren, MA-Freunde besuchen und ohne Stress das Hobby ausleben.
Jetzt komme ich zum fehlenden "Etwas". Nun weiß ich endlich was gefehlt hat (Na, aber hallo! Er kommt zum Punkt! :-) ).
Es war das Fehlen eines festen Bezugspunktes. Was wollten wir eigentlich darstellen? Was interessiert uns überhaupt am Mittelalter? Wir suchten die ganze Zeit einen Aufhänger, mit dem wir uns identifizieren konnten. Nichts mit vielleicht diesem oder jenem, sondern dem Fixpunkt.

Darf ich vorstellen: MA-Freunde - Fixpunkt, Fixpunkt - MA-Freunde.

Über acht Ecken kamen wir zu einem Event des Herrn Schreiber, der über die Burg Stolberg schrieb und zur Vorstellung seines neuesten Buches "Stolberger Burgherren und Burgfrauen 1118 - 1909" gerne Gewandete als "Staffage" haben wollte. Während dieser Veranstaltung kamen wir ins Gespräch und er konnte uns viele interessante Dinge über das frühe 12. Jahrhundert im Stolberger Raum erzählen.
In diesem Moment war die Idee für die "Interessengemeinschaft Stolberg im Mittelalter" geboren. Wir wollten uns mit der Zeit der ersten urkundlichen Nennung der Stadt Stolberg auseinandersetzen, der Zeit rund um 1118.
Aus einer Idee wurde schnell eine reelle Sache. Wie das ablief, könnt ihr in der Chronik nachlesen. Aber hier noch zum Abschluß ein Bild unseres ersten Domizils auf der Stolberger Burg.

Euer Guido

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Christiane (von den Burgrittern) hat geschrieben:
Bild Damit diese Rubrik nicht weiter leer bleibt, fange ich einfach mal an zu erzählen.

Beim Erntedank-Fest 2001 knüpften wir den Kontakt zu Klaus Heymann, der Mitglied im Heimat- und Handwerksmuseum ist (neuer Name: Museum in der Torburg).
Er machte uns damals den Vorschlag, den Turm am Kräutergarten "in Beschlag" zu nehmen und die Wächter des Kräutergartens zu sein. Dieses Angebot haben wir natürlich gerne angenommen. Der Turm wurde unser erstes Domizil auf der Burg.
Von da ab waren wir so oft wie möglich auf der Burg und haben uns an vielen Aktivitäten des Museums beteiligt, als neue Abteilung.
Bei dererlei Festen lernten uns die Stolberger kennen. Viele waren davon fasziniert, daß wir uns mit den Anfängen Stolbergs, nämlich dem 12. Jahrhundert, beschäftigten. Und einige waren so sehr davon begeistert, daß sie gleich bei uns blieben.
2002 war es soweit: es existierte offiziell die "Interessengemeinschaft Stolberg im Mittelalter", zu diesem Zeitpunkt mit gerade einmal den 3 Gründungsmitgliedern, namentlich Guido, Bastian und meine Wenigkeit.
Das hat sich allerdings in kürzester Zeit geändert.
Bastian hat uns leider aus Zeitmangel verlassen. Dafür kam zuerst Ralf, dann Marc und Marija inkl. Nachwuchs und durch Mundpropaganda Freunde, Bekannte und auch solche, die einfach von uns gehört hatten und uns nur einmal kennen lernen wollten. Sie alle sind bei uns hängen geblieben.
Was uns alle verbindet, ist das Interesse und die Liebe zur Geschichte in den verschiedensten Formen. Dazu gehören die Darstellung des alltäglichen Lebens mit Handwerk, Kochen, Nähen, Sticken, etc., Recherche der Herrschafts- und Verwandschaftsverhältnisse, Lernen der Sprache und der Gepflogenheiten.

Eure Christiane

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(Burgritter © 2005) links: Ralf, rechts: Marc und Marija inkl. Nachwuchs (Valerie und Jeremias)

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Norbert von Thule
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Re: Burgritterlager 19./20.05.12 Burg Stolberg

Beitrag von Norbert von Thule » 15.05.2012, 17:17

Aus dem Super Mittwoch:

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Markus
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Re: Burgritterlager 19./20.05.12 Burg Stolberg

Beitrag von Markus » 15.05.2012, 18:45

Das Bruchenbanner wird vor Ort das Evnevolk vertreten.

Markus
"Watt, Ritter mit Lanz uff de Pääd, i hab da mei Mistgabel un e Sau." Sprach der Bauer.
http://www.bruchenbanner.de

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Norbert von Thule
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Re: Burgritterlager 19./20.05.12 Burg Stolberg

Beitrag von Norbert von Thule » 20.05.2012, 23:58

Heute in Stolberg:

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Re: Burgritterlager 19./20.05.12 Burg Stolberg

Beitrag von Gerrit vom Jakobsweg » 21.05.2012, 05:51

:lachen
Gruß von Gerrit dem Ritter ohne Fürst Bild
Der keine Ahnung hat warum die anderen Ponies ihn "den Dunklen Lord" nennen!!
NEU! Jetzt auch mit Hund!!!
Sei deines Willens Herr und deines Gewissens Knecht.
Marie von Ebner-Eschenbach, 13.09.1830 - 12.03.1916

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Re: Burgritterlager 19./20.05.12 Burg Stolberg

Beitrag von Vrouwe van Lafelt » 21.05.2012, 08:07

Ansgar! I love you sweety darlin'!!

Und endlich, werd an das volk die wahre bedeutung von die "rosa ritterschaft" erzählt! :mrgreen:
true freedom lies in the heart

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Re: Burgritterlager 19./20.05.12 Burg Stolberg

Beitrag von Larimar von Feenstein » 21.05.2012, 18:07

:lachen
Ich bin begeistert!
Ansgar und Skjaldir, ihr seht soooooo guuuuuuut aus!!!
Eine feine Gewandung! Diese Farbgebung! Genial!
Und so eine schöne Taverne. Da möchte man doch immer wieder gerne einkehren! :alc
Licht und Liebe
:101

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Norbert von Thule
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Re: Burgritterlager 19./20.05.12 Burg Stolberg

Beitrag von Norbert von Thule » 22.05.2012, 17:56

In der AZ:
Toni Dörflinger hat geschrieben:
Auf der Burg wird Geschichte wieder lebendig

Ein kleines Jubiläum feierten jetzt die «Stolberger Burgritter». Schließlich hatten sie bereits zum zehnten Mal ihr Lager im Außenbereich der Burg aufgeschlagen. Was 2003 mit einigen wenigen Zelten und Verkaufsständen begann, hat sich inzwischen zu einem Camp beachtlicher Größe entwickelt.
Ein Lager, das inzwischen nicht nur von den Aktiven des Mittelaltervereines alleine, sondern auch von befreundeten Gruppen aus Aachen, Köln und Grevenbroich mitgestaltet wird. Dementsprechend hat sich die Veranstaltung längst bis auf den an der Katzhecke liegenden alten Friedhof ausgedehnt, dessen Rasenfläche das «Buchen-Banner», die «Coelner Schar» und die «Communis Pristina» in Beschlag genommen hatten. Sie sorgten dafür, dass mit einem Pranger und etlichen Folterinstrumenten der Justizvollzug gleichsam symbolisch zu seinem Recht kam.

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Die Lager- und Marktleitung hatte Ralf Herff, alias Graf Gerhard III. von Berg, übernommen. Würdevoll mit Schwert und Streitaxt ausgestattet, eilte er von Stand zu Stand und sorgte dafür, dass alles mit rechten Dingen zuging. Mit rechten Dingen sollte es schließlich auch beim Schwertkampf zugehen, dem sich am ersten Veranstaltungstag 18 kampferfahrene Männer stellten. Dass auch dieser in sieben Runden unterteilte Wettbewerb einem strengen Regelwerk unterliegt, bestätigte Chris Schauer aus Köln, der als Kampfrichter sprich Marschall fungierte.
«Für uns sind die Richtlinien maßgebend, die als Zeit der Schwerter bezeichnet werden», versicherte Schauer, der nach einem einstündigen, unblutigen Wettkampf, bei dem ordentlich die Schwerter klirrten, den 39-jährigen Roger Martin, alias Sir Roger of Gladsmuir, zum Sieger kürt. Martin, der mit Ausnahme des Vorjahres bereits zum fünften Mal in Folge den begehrten Stolberger Titel errang, hatte im Finale seinen aus Köln stammenden Gegner Nico Leopold nach Punkten bezwungen.
Doch nicht nur Zelte in Rund- oder Viereckform prägten die Szenerie des von den Burgrittern veranstalteten Mittelalterlagers, das man nicht nur auf den alten Friedhof, sondern auch den Faches-Thumesnil-Platz und den unteren Burghof ausgedehnt hatte. Schließlich gehörten auch etliche Verkaufsstände mit dazu.

Gruppen kommen immer wieder

Buden, an denen Getränke ausgeschenkt und Zutaten für die Herstellung von Likör verkauft wurden sowie beispielsweise Bogenbau, das Schreinern von Schmuckkassetten, die Herstellung von Kettenhemden und Seilwaren demonstriert wurde.
Dem Bogenbau hatte sich Robert Keidel aus Eschweiler verschrieben. Der 59-jährige Hobby-Archäologe, der als ehrenamtlicher Mitarbeiter des Landschaftsverbandes Rheinland einen Beitrag zu der Rekonstruktion der alten Römertrasse «Via Belgica» leistet, demonstrierte den Besuchern eindrucksvoll sein Programm, das aus 30 Bögen unterschiedlicher Zeitepochen und Herstellungsweise besteht. «Mein Lieblingsmaterial ist Esche. Das grobporige Holz besitzt eine hohe Elastizität und Festigkeit», erklärte er den aus Kornelimünster stammenden Besuchern Philippe Bothe und Martina Rombach.
Etliche der im Schatten der Burg lagernden Gruppen sind nicht zum ersten Mal Gäste des Ritterspektakels. Ungekrönter Spitzenreiter ist zweifelsohne die aus Recklinghausen und Wanne-Eikel stammende 15-köpfige Gruppe «Cursus Insanus», die bereits zum neunten Mal auf der Burg lagert. Neben den Burgrittern führt inzwischen auch die Aachener «Templer Komthurey» das Kupferstädter Löwen-Wappen im Schild. Dass das nicht von ungefähr kommt, erklärt Günter Kleiber «Bruder Gunther» so: «Nachdem wir anfänglich die Hergenrather Eyneburg als Domizil hatten, haben wir inzwischen die Stolberger Burg zur unserer Hausburg gemacht.»
Dass in Verlaufe des Ritterspektakels auch Hochzeit gefeiert wurde, beweist die Vermählung der Burgritteraktiven Agnes und Ingo Sous. Sie waren zuvor in der Kirche St. Lucia von Pastor Hans-Rolf Funken getraut worden und verlegten anschließend ihre Feier auf den oberen Burghof.

Fotogalerie "Mit Henkern und Edelleuten: Ritterlager auf Burg Stolberg"

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Kleines Jubiläum: Die «Stolberger Burgritter» haben am Wochenende bereits zum zehnten Mal ihr Lager im Außenbereich der Burg aufgeschlagen. Was 2003 mit einigen wenigen Zelten und Verkaufsständen begann, hat sich inzwischen zu einem Camp beachtlicher Größe entwickelt. Zwischen Bogenbauer und mittelalterlichen Köchen feierten zwei Edelleut' sogar ihre Vermählung: die Burgritteraktiven Agnes und Ingo Sous Toni verlegten ihre Hochzeitfeier auf den oberen Burghof. Fotos: Toni Dörflinger

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Gerhard-von-Berg
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Re: Burgritterlager 19./20.05.12 Burg Stolberg

Beitrag von Gerhard-von-Berg » 20.07.2012, 08:37

Norbert von Thule hat geschrieben:Wir gratulieren der IG SIM (Stolberger Burgritter) zum 10-jährigen Jubiläum!
Danke vielmals, hab ich bisher tatsächlich überlesen.
Mein Glas ist immer halb voll. Nur wer nichts tut, macht keine Fehler.

Gruß
Ralf aka
Graf Gerhard III. von Berg

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