Freier Kampf in Krefeld

Was geht woanders?
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Rodebert Freih. zu Raeren
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Beitrag von Rodebert Freih. zu Raeren » 11.03.2009, 12:42

Scud von Hochstaden hat geschrieben: Ralf haben wir nicht damals auch ohne Schutzbrillen Schienbeinschonern etc trainiert ?
Nein, ich nicht... und ab jetzt trage ich das auch immer. Nicht das mir nachher einer was nachsagen kann.

@ Martin
Eine von diesen Brillen bitte
Gehabt Euch wohl
Ralf

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Sandra mit den Fanta 3
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Beitrag von Sandra mit den Fanta 3 » 11.03.2009, 14:18

Aber Rodebert, du weißt, das man damit total bescheuert aussieht. Und damit mein ich nicht nur dich mit deiner großen Nase, damit sieht JEDER aus als ob er nicht alle Tassen im Schrank hat :wink:
Grüßchen von drippel S
Sandra ist die am göttlichsten tanzende, auf Bildern immer total bescheuert aussehende, sahnigste, cremigste, hübscheste, anmutigste, verführerischste, betörendste, morgenmuffeligste, keinen alkoholtrinkende, geschwätzigste, arme-spakos-antreibende, liebenswerteste, freundlichste, manchmal-mit-dem-Koch-streitende, bestgekleidetste, edeldämlichste, am besten busen-knuddeligste, tequila-verfallene, immerzu-Sekt-mit-Erdbeerpüre-trinkene, fürsorglichste, fröhlichste, poröse, grandiös sandröse, sandralöseste, gerade eben 30 gewordene.

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Rodebert Freih. zu Raeren
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Beitrag von Rodebert Freih. zu Raeren » 11.03.2009, 16:17

An die Nase hab ich mich bereits gewöhnt, an dem Rest arbeite ich noch
Gehabt Euch wohl
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Gerhard-von-Berg
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Beitrag von Gerhard-von-Berg » 11.03.2009, 20:22

Scud von Hochstaden hat geschrieben: Etwas das nur aus dem Gedanken des gewinnenwollens und/oder der Angst vorm Schwert entsteht.

Ralf haben wir nicht damals auch ohne Schutzbrillen Schienbeinschonern etc trainiert ?

vier ochs zwei eber dach vier ochs zwei eber stich vier ochs zwei eber und so weiter ?

wir hatten nach sehr wenigen trainings Einheiten zusammen die möglichkeit einen Publikums tauglichen Showkampf zu bieten und ich weis wie schnell Tim durch dieses training in der Lage war auch Freikampf zu machen (ohne schutzbrillen schonern etc.) ohne auch nur die kleinste Unterweisung in den Freikampf.
Hi Scud,

eins vorab, ich mag noch immer einen guten Schaukampf aber meine Vorliebe gilt mittlerweile dem Freikampf, hier besonders "Zeit der Schwerter", weil sehr auf Sicherheit geachtet wird. Ist ja leider nicht überall so. Ich will ja auch morgen noch kraftvoll dengeln können. Schutzbrille hab ich aber bisher auch nicht getragen. :-) Schienbeinschoner nutzen wir deshalb, weil auch Stangenwaffen eingesetzt werden und man als Ungeübter sehr schnell in deren Wirkungsbereich ist. :-)

Soo und jetzt zum zitieren.

Helm trägt er nicht aus Angst vorm Schwert sondern aus Respekt vor undisziplinierten Gegnern. Gewinnen will ich übrigens auch beim Kämpfen. :-)

Ja, wir haben damals eher freizügig trainiert und es sah auch recht schnell gut fürs Publikum aus, aber des öfteren auch zu gut. Es waren mindestens 3 Hochzeiten, wo ich für die Braut richtig gut geblutet habe. :-) Deshalb würde ich heute auch immer reichlich Schutz tragen.
Das letzte Mal bei einem Event hab ich Roger dann kennengelernt, als er mich verarztete.
Damals war er Chef vom Freier Haufe zu Coelln und hatte schon 2 Verbände in England mit aufgebaut. Alles im Prinzip nach den Regeln, die wir jetzt bei "ZdS" verwenden.

Ich habe übrigens sehr lange gebraucht, bis ich die Schaukampfschritte beim Freikampf nicht mehr angewendet habe, aber das liegt wohl eher an meinem Alter. :-)
Mein Glas ist immer halb voll. Nur wer nichts tut, macht keine Fehler.

Gruß
Ralf aka
Graf Gerhard III. von Berg

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Scud von Hochstaden
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Beitrag von Scud von Hochstaden » 12.03.2009, 04:49

Ich habe seit ich den Veytaler Showkampfstil in vielen Freikämpfen gekämpft gegen und mit Gruppen wie "der freien ritterschaft von Berg" "Fianna" "Libera Faber" "Veddernfrie" und ich hab Leute in die Schlacht geführt wie unseren Böschidenten welcher generell nur Rot Schwarzen Showkampf gemacht hat und auch ein Mädel darin Trainiert was nun in Braunschweig vergeblich nach ernstzunehmenden Freikampf Partnern sucht. Bisher habe ich keinerlei Verletzungen daraus resultieren sehen.
Weder bei den Anwendern noch bei den "Opfern" des schwarz roten Stils
Die Leute haben sich Gegnern bei Freikampfevents wie "Capture the Flag" entgegengestelt die ihnen teilweise mit doppeltem Alter und dreifach solanger Erfahrung überlegen waren und trotzdem gewannen.

Ich habe nichts gegen Freikampf, sehe mitlerweile alerdings den Schwarz Roten Stil als Beste (ja das hört sich arrogant an) Vorbereitung auf den Freikampf und würde niemals jemanden in eine Freischlacht schicken dem ich oder wer anders es nicht vorher beigebracht hat aber jeden der es kann.
“Gott kennt Gnade, ich nicht.“ :101

Niemals vergessen,niemals verzeihen.

Jemandem die Warheit ins Gesicht zu sagen ist keine Sünde
~Scud von Hochstaden , Erzbischof von Köln

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Rodebert Freih. zu Raeren
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Beitrag von Rodebert Freih. zu Raeren » 12.03.2009, 11:21

Scud von Hochstaden hat geschrieben: sehe mitlerweile alerdings den Schwarz Roten Stil als Beste (ja das hört sich arrogant an)
Muss ja der Beste sein... hat Norbert sich ja schon vor vielen vielen Jahren Jahren, wahrscheinlich sogar auf Satzvey von einem 15 jährigen namens "Polz" abgeguckt und erfolgreich kopiert... :wink:
Gehabt Euch wohl
Ralf

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S_t_eff
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Beitrag von S_t_eff » 19.03.2009, 08:58

Gerhard-von-Berg hat geschrieben:
Damals war er ( Roger) Chef vom Freier Haufe zu Coelln und hatte schon 2 Verbände in England mit aufgebaut. Alles im Prinzip nach den Regeln, die wir jetzt bei "ZdS" verwenden.
an dieser Stelle möchte ich nur mitteilen , dass der Freie Haufe zu Coeln e.V. sich seit einigen jahren vom ZDS Kampfsystem gelöst hat und seit dem ,das in Deutschland üblichen Kampssystem des Codex verwendet.

wir trainieren teilweise auch Huskarl mit erweiterter Trefferzone.

ZDS ist in meinen augen keine allheilsformel für schönen kampf , aber das muss jeder selber wissen.

steff

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Gerhard-von-Berg
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Beitrag von Gerhard-von-Berg » 19.03.2009, 12:38

S_t_eff hat geschrieben:
ZDS ist in meinen augen keine allheilsformel für schönen kampf , aber das muss jeder selber wissen.

steff
Moin S_t_eff,

sicher kein Allheilmittel aber ganz sicher auch nicht von schlechten Eltern. :) :)
Mein Glas ist immer halb voll. Nur wer nichts tut, macht keine Fehler.

Gruß
Ralf aka
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Teberius
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Re: Freier Kampf in Krefeld

Beitrag von Teberius » 17.06.2013, 20:41

Hi,

ich suche seit einiger Zeit den guten Roger Martin, allerdings haben wir uns leider verloren, 1. hat er noch Leder von mir aber durch doofe Umstände nie dazugekommen es abzuholen und 2. möchte ich ihn umbedingt mal wiedersehen ,weil er ist ein hervorragender Schwertkämpfer.

Also wenn wer weiß wo er nun steckt und ob er eine neue Kampfgruppe aufgemacht hat, bitte melden

Vielen Dank
Teberius alias Stefan

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Norbert von Thule
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Re: Freier Kampf in Krefeld

Beitrag von Norbert von Thule » 17.06.2013, 21:08

Sei gegrüßt,

falls du Sir Roger of Gladsmuir (Pfeil) meinst,

Bild

findest du ihn auf seiner eigenen Website und auf Facebook.

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Yoschi
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Re: Freier Kampf in Krefeld

Beitrag von Yoschi » 25.06.2013, 12:23

Macht ihr demnächst nochmal Freikampf?
Mir ist der Schaukampf etwas zu Langweilig geworden (ok, ich mache auch Iaido, also mittlerweile ganz anderer Bezug zum "Kämpfen").
Ausrüstung sowie Schwerter sind alle vorhanden (bis Vollplatte, mehr geht ned)
Ohne Hoffnung zu Leben ist auch eine Art zu Sterben.

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Norbert von Thule
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Re: Freier Kampf in Krefeld

Beitrag von Norbert von Thule » 25.06.2013, 12:54

Zur Erinnerung:
Norbert von Thule hat geschrieben:
Freikampf heißt frei von Verantwortung für den Gegner. Wenns schiefgeht, ist immer der andere schuld, entweder seine Rüstung war nicht gut genug oder sein Können war nicht gut genug, wie die Ausführungen des Generalhauptmanns Laurenz von Freienfels ("Wir Fechten nach dem Codex Belli - Zumindest in der Grundlage") belegen:
Laurenz von Freienfels hat geschrieben:
Hast Du schmerzen nach einem Treffer bedeutet dies:
-1. Deine Protektion ist schlecht!
-2. Du musst mehr trainieren!

Das ist unverträglich mit dem Veytaler Kodex, nach dem man auch für seinen Kampfpartner Verantwortung trägt.
Laido?
Wikipedia hat geschrieben:
„Kunst des Schwertziehens“. Das kommt daher, dass das Ziehen und der erste Schnitt eine Bewegung sind. Bei entsprechender Ausführung des Bewegungsablaufes konnte der erste Schnitt auch schon tödlich sein. Das konzentriert den Zweikampf auf einen Moment, einen Schnitt.
Probiere es als Zofe mit Gemüseschneiden!

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Yoschi
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Re: Freier Kampf in Krefeld

Beitrag von Yoschi » 25.06.2013, 15:56

Dafür sehe ich zu gut aus :mrgreen: .
Ich mag halt die hohe Konzentration und die Technik, die beim Iaido Vorraussetzung sind sowie die Bewegungsabläufe.
Ohne Hoffnung zu Leben ist auch eine Art zu Sterben.

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Gerhard-von-Berg
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Re: Freier Kampf in Krefeld

Beitrag von Gerhard-von-Berg » 25.06.2013, 17:56

Der Codex-ZDS ist ein Regelwerk für den Freikampf mit Schau- bzw. Freikampfwaffen aus Stahl.
Freikampf nach Codex-ZDS bedeutet, das wir gewissermaßen Sportfechten nach den Regeln des Codex betreiben. Ziel dieses Sports ist es, den Partner mit Schau- bzw. Freikampfwaffen, innerhalb festgelegter Trefferzonen zu treffen; >>>>>>>allerdings so, dass er nicht verletzt wird.<<<<<<<<

Im Freikampf treffen Kämpfer verschiedener Stile und Kenntnisstände aufeinander und Unfälle sowie Verletzungen sind im Umgang mit Stahlwaffen nie völlig auszuschließen. Daher haben sich die nachfolgenden Kampfregeln in ihrer Grundform, ohne Anwendung erweiterter Techniken bewährt; so wird auch für wenig erfahrene Kämpfer das Verletzungsrisiko minimiert und der Spaßfaktor so hoch wie möglich gehalten.
Die Kampfregeln des Codex-ZDS bieten allerdings für erfahrene Kämpfer erweiterte Techniken wie Stiche und Kopfschläge.

Die Regeln werden ständig an die Bedürfnissen der Kämpfer angepasst. In der vorliegenden, aktuellen Fassung haben sie automatisch Gültigkeit. Veranstalter können den Codex gern in seiner Gesamtheit übernehmen. Da man mit einem Regelwerk niemals alle Eventualitäten abdecken kann ist der Codex ZDS ist mit mit gesundem Menschenverstand anzuwenden. Es gilt selbstverständlich stets die sportliche Fairness.
http://www.zeit-der-schwerter.de/joomla ... egeln.html

Ehrencodex (Freundschaft und Ehre)

Wir sehen den Freikampf nach ZDS dabei als Sport und folglich verhalten wir uns auch wie faire Sportler. Daher gibt es den Ehrencodex. Jedes Mitglied bei uns ist dazu angehalten, sich an den Ehrencodex zu halten. Unser Ehrencodex umfasst einfache Verhaltensregeln für den Umgang mit unseren Waffen und dem Umgang mit unseren Gegnern und Mitstreitern auf dem Feld. Dieser Codex wird von uns "gelebt" und muss daher nicht schriftlich fixiert werden.

@Yoschi dieses Wochenende ist ZdS-Freundschaftslager auf Kloster Graefenthal mit jede Menge Dengelei
am 13./14.7. sicher auch auf Burg Röthgen in Eschweiler
am 27.7. ist gemeinsames Training an der Zollfeste Zons
Mein Glas ist immer halb voll. Nur wer nichts tut, macht keine Fehler.

Gruß
Ralf aka
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Norbert von Thule
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Re: Freier Kampf in Krefeld

Beitrag von Norbert von Thule » 25.06.2013, 22:06

Der Codex ZDS

Kampfregeln
 
Vorbemerkung

Die Anwendung dieses Regelwerks sowie die Teilnahme an Kämpfen erfolgt stets auf eigenes Risiko. Bei der Auslegung der nachfolgenden Regeln sollte gesunder Menschenverstand und sportliche Fairness zu Grunde liegen. ”¨Es wird empfohlen, dass jeder Kämpfer über eine entsprechende Haftpflichtversicherung verfügt (Achtung: Nicht jede Haftpflichtversicherung deckt unseren Sport ab). Darüber hinaus raten wir zu einem weiteren Versicherungsschutz (Unfallversicherung/Krankenzusatzversicherung).

§1 Feldregeln (diese gelten für alle Personen, die den Kampfbereich betreten)

1. Anordnungen der Marschälle muss jederzeit Folge geleistet werden.
2. Niemand darf den Kampfbereich betreten, solange er unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Drogen steht. Dazu gehören auch Medikamente, die das Bewusstsein, die Wachsamkeit oder die Wahrnehmung des eigenen Verhaltens im Kampfbereich beeinträchtigen können.
3. Alle Probleme/Verletzungen müssen einem Marschall gemeldet werden.
4. Unter gar keinen Umständen dürfen irgendwelche scharfen Gegenstände in den Kampfbereich gebracht werden, es sei denn, diese werden von einem Sanitäter ausdrücklich angefordert.
5. Rauchen, Kaugummikauen und Essen sind im Kampfbereich während einer öffentlichen Vorführung nicht gestattet.

§2 Marschälle

1. Marschälle sind unbewaffnet, haben aber einen Stab um Kombattanten trennen zu können.
2. Marschälle tragen eine orangefarbene Armbinde und ein orangefarbenes Fähnchen am Stab und sind dadurch als Marschälle zu erkennen.
3. Marschälle haben die Befugnis, alle Personen, die das ZDS-Regelwerk beharrlich missachten, des Feldes zu verweisen.
4. Die Marschälle müssen alle Waffen als für den Kampf zulässig genehmigen.

§3 Kampfregeln (diese gelten für alle Kämpfer)

A. Allgemeines zu den Kämpfern
1. Alle Gruppen sind dafür verantwortlich sicherzustellen, dass ihre Mitglieder ausreichend ausgebildet sind, um am Gefecht mit den Waffen, in denen sie geübt sind (Eigenverantwortung der Kämpfer), teilzunehmen.
2. Kämpfer, die aus irgendeinem Grund aggressiv oder erregt sind, sollten den Kampfbereich unverzüglich verlassen.
3. Beim Kampf muss ein angemessen starker Hand- und Kopfschutz getragen werden. Wer keinen entsprechenden Schutz trägt, darf nicht kämpfen.
4. Alle Kämpfer müssen über 16 Jahre alt sein. Mitglieder unter 18 Jahren dürfen nur dann am Kampf teilnehmen, wenn eine schriftliche Genehmigung der Eltern oder Erziehungsberechtigten vorliegt.
5. Nicht-Kämpfer wie Marschälle und Wasserträger dürfen nicht in den Kampf auf dem Feld verwickelt werden, sofern dies nicht anders abgesprochen wurde.
6. Wenn ein Gegner nicht kämpfen möchte, ist sein Wunsch zu respektieren und ein anderer Gegner auszusuchen.
7. Anfänger oder Mitglieder, die vorher noch nicht an einem Gefecht teilgenommen haben, sollten eine gelbe Armbinde tragen, damit die anderen wissen, dass sie sie vorsichtiger behandeln sollten. Sie sollten außerdem unter der Obhut eines erfahrenen Kämpfers stehen.

B. Allgemeines zu Waffen und Sicherheit
1. Die Marschälle müssen alle Waffen als für den Kampf zulässig genehmigt haben. Die Waffen müssen sauber und frei von Rost und herausstehenden Graten sein. Waffen dürfen nicht in die Erde gesteckt werden.
2. Zur Sicherheit sollten alle Waffen eine Schnittkante von mindestens 2 mm aufweisen. Die Spitzen müssen abgerundet sein. Als Anhaltspunkt gilt: Die Spitze eines Schwertes oder Dolches sollte in etwa so abgerundet sein, wie die Rundung des Daumens, oder eines 1”‘Cent Stückes, die Spitze eines Speeres eher mehr. ”¨Generell gilt: im Zweifel entscheidet der Marschall über die Sicherheit der Waffe
3. Waffen mit Haken dürfen nicht benutzt werden, um einen Kämpfer mit seinem Körper oder seiner Rüstung festzuhaken.
4. Dreschflegel, Kettenwaffen oder ähnliche nicht kontrollierbare Waffen sind verboten.
5. Feuerwaffen sowie jede Art von Pyrotechnik sind im freien Kampf verboten. Allerdings können solche Waffen (z.B. Kanonen oder Musketen) in einer Zeit-der-Schwerter-Vorführung integriert und zugelassen werden. Eine entsprechende Sicherheitszone, die nicht betreten werden darf,  ist einzurichten. Feuerwaffenbediener dürfen nicht angegriffen werden.
6. Ringkämpfe und Handgemenge sind nur nach vorheriger Absprache der Teilnehmer und Marschälle erlaubt.

C. Trefferzonen / Waffengebrauch
1. Alle Treffer innerhalb den in den Abbildungen grün gekennzeichneten Bereichen werden gewertet.
2. Die in den Abbildungen rot gekennzeichneten Bereiche dürfen generell nicht aktiv angegriffen werden.
3. Kopfschläge (Hiebe auf den Kopf) sind verboten. ”¨Ausnahme: Sie können von sehr erfahrenen Kämpfern (und den Marschällen) vor einem Kampf abgesprochen werden (dies obliegt der Eigenverantwortung der Kämpfer und ist nur mit entsprechendem Kopfschutz erlaubt).
4. Stöße (Stiche) in Richtung Kopf, Gesicht oder Nacken sind generell verboten.
5. Stöße (Stiche) mit dem Schwert sind verboten.”¨Ausnahme: Sie können von sehr erfahrenen Kämpfern (und den Marschällen) vor einem Kampf abgesprochen werden (dies obliegt der Eigenverantwortung der Kämpfer und ist nur mit entsprechender Schutzkleidung erlaubt).
6. Absichtliche Schläge auf die Hände sind verboten; Schläge, die Hände und Handgelenke berühren zählen nicht als Treffer, es sei denn, die Hand wurde absichtlich zum Abblocken eines Schlages eingesetzt.
7. Absichtliche Schläge gegen die Füße sind verboten; Schläge, die Füße oder Fußgelenke berühren, zählen nicht als Treffer.

Bild
v.l.n.r: Bild 1:ӬTrefferzone A ӬHiebwaffen / Beschuss - Bild 2:ӬTrefferzone B ӬSchwert Stiche - Bild 3:Ӭ Trefferzone C ӬStabwaffen / Stangenwaffen

Schwert, Axt, Dolch, usw.
1. Alle Schläge (Hiebe) müssen innerhalb der Trefferzone A (Bild 1) liegen.
2. Alle Stöße (Stiche) müssen innerhalb der Trefferzone B (Bild 2) liegen (nur nach Absprache und mit entsprechendem Schutz).
3. Alle Stöße (Stiche) müssen mit der Handfläche nach unten ausgeführt werden.
4. Treffer auf Ellenbogen- oder Kniegelenke etc. werden gewertet, Gelenke sollten jedoch grundsätzlich von den Kämpfern geschont werden.
5. Bei Schlägen in Richtung Kopf (nur nach Absprache und mit entsprechendem Kopfschutz) ist die Kopfmitte das Ziel. Schläge dürfen nur senkrecht von oben, aber nicht von der Seite treffen, weil das schwere Erschütterungen zur Folge haben kann. Ein Treffer mit der flachen Seite der Waffe ist erstrebenswert.

Stabwaffen / Stangenwaffen
1. Alle Stöße (Stiche) müssen innerhalb der Trefferzone C (Bild 3) liegen.
2. Stabwaffen müssen stets mit beiden Händen geführt werden. Die Handfläche der führenden (vorderen) Hand muss nach unten weisen. Stabwaffen dürfen nicht durch die vordere Hand gleiten, während man auf einen Gegner zustößt. Die hintere Hand darf nicht das obere Ende der Stange sperren/blockieren, so dass ein Durchrutschen durch beide Hände gewährleistet ist.
3. Beiwaffen (Dolche) in zweiter Hand bei Gebrauch von Stangenwaffen als Hauptwaffe sind erlaubt. Voraussetzung ist, dass Haupt- und Beiwaffe sicher geführt werden können.
4. Bei Einhandgeren gilt unter Vorbehalt (wird derzeit erprobt): Alle Stöße (Stiche) müssen innerhalb der Trefferzone B (Bild 2) liegen.

Bogen- und Armbrustschießen
1. Bögen sollten nicht stärker als 40 Pfund und Armbrüste nicht stärker als 70 Pfund sein.
2. Schützen, die Hartgummispitzen benutzen, haben einen Abschusswinkel von mindestens 45 Grad zu beachten oder, wenn das Feld klein ist, einen ausreichenden Winkel um weit über Kopfhöhe zu liegen, es sei denn, dies ist anders abgesprochen.
3. Nur Schützen die weiche, gepolsterte Spitzen verwenden dürfen direkt auf den Gegner schießen, es gilt die Trefferzone A (Bild 1).
4. Alle Pfeile/Bolzen müssen Polster- oder Gummispitzen aufweisen und müssen von einem Marschall geprüft und genehmigt sein.
5. Alle Schüsse müssen stets vom Publikum weg gezielt werden.

D. Treffer
1. Der Waffengebrauch muss kontrolliert erfolgen, wobei die Schläge (Hiebe) und Schnitte so weit zurückgehalten werden, dass sie keine Schmerzen oder Verletzungen verursachen.
2. Als Treffer zählt jeder Hieb oder Schnitt auf einen Kämpfer innerhalb der entsprechenden Trefferzone.”¨Es sollen nur Treffer gewertet werden, die korrekt ausgeführt wurden. Abpraller, Streifschüsse, „Nachtreffer“ aus zuvor geblockten / parierten Angriffen, sowie „gerade mal Berührungen“ zählen nicht als Treffer.
3. Sofern nicht anders abgesprochen, hat jeder Kämpfer eine Grundzahl von 3 Trefferpunkten. Kämpfer in Kettenhemden können einen zusätzlichen und Kämpfer in Plattenrüstung können 2 zusätzliche Trefferpunkte bekommen.
4. Ein Treffer von einem Pfeil nimmt statt des üblichen 1 Punktes 2 Trefferpunkte weg.
5. Sofern nicht anders abgesprochen gilt: wer getötet wurde entferne sich aus der Linie und warte, bis ein neuer Durchgang angefochten wird. Oder man suche sich einen anderen Gegner zum Kämpfen, oder mache eine Pause und trinke etwas Wasser.

§4 Empfehlungen

Es wird empfohlen, dass die Kämpfer sich über die Mindestanforderungen der Regeln hinaus mit modernen Ellenbogenpolstern, Kniepolstern, Leistenschützern für Männer und Brustschützern für Frauen schützen, die unter der Oberbekleidung der Kämpfer verdeckt getragen werden können, sofern diese Bereiche nicht schon durch Rüstungen geschützt sind. Weiterhin wird empfohlen, dass alle Kämpfer einen wattierten Gambeson tragen.

Version 2.0Ӭ
Stand 21. Januar 2013
Für Leute, die sich im LARP-Punktezählen beweisen wollen aber Gummischwerter zu sissy finden, sicher der geeignete Sport.
Zur Darstellung von hochmittelalterlichem Schwertkampf taugt Codex Belli auch in der Spielart ZDS nicht.

Montrose
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Re: Freier Kampf in Krefeld

Beitrag von Montrose » 26.06.2013, 11:44

Iaido ist technisch ziemlich anspruchsvoll. Die wechselnde An- und Entspannung von Muskelgruppen, eine gerade Schnittführung etc.
So etwas macht man nicht, um mal schnell jemanden plattzuhauen. Wie schon Bruce Lee sagte: Wenn einer unbedingt gewinnen will, kauft er sich einen Revolver und drückt ab. Es geht da um andere Dinge. Das japanische Schwertfechten wirkt ästhetischer, nicht so rüpelhaft wie das europäische Mittelalter. Zugegeben, diese Verschönerung des japanischen Schwertkampfes kam erst mit dem 17./18. Jahrhundert auf. Dabei wird dem Osten nicht nur im Kampfsport, sondern auch in der Weltanschauung (Buddhismus, "Achtsamkeit", Meditationstechniken, Gartenkunst) einen Vorzug gegeben. Die Frage ist, ob die Kulturen im Osten uns tatsächlich etwas voraus haben oder ob es da auch in Europa noch einen ungehobenen Schatz zu bergen gibt.

Bei meiner derzeitigen Reise war ich vor ein paar Tagen bei einem deutschen Schottenfestchen. Da zeigten dann ein paar Leute - im Verein organisiert - mittelalterliches Schwertfechten. Auch mit den üblichen Überraschungen (der Knauf kann zum Schlag genutzt werden)... also irgendwie geht alles und es ergeben sich tausende von Kampftechniken. Dann wurde der Freikampf mit Kopfschutz, biegsamen Schwertern und Wattierungen gezeigt. Dabei sah man das, was der Japan-Schwertkämpfer häufig bei den Europäern beobachtet: absolut beschissen ausgeführte Techniken. Es macht halt doch einen Unterschied, ob eine Bewegung ein paar hundermal oder tausendmal geübt wurde oder einer bloß grimmig mit einem Schwert rumfuchtelt.

Montrose
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Re: Freier Kampf in Krefeld

Beitrag von Montrose » 13.08.2013, 23:47

Bleibt immer noch die Frage: Schwert versus Speer.

Die Hauptwaffe war nun mal der Speer, weil man dafür weniger Eisen brauchte und somit mehr Leute bewaffnen konnte. Die folgende Demonstration ist sehr interessant.

http://www.youtube.com/watch?v=O8RWLxlzTiM

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