Ich habe die Befürchtung, der Witz wird nicht von allen verstanden. Ta-Torte. Eine Torte die tatata macht.
Versuchen wir es mit was leichterem. Wie nennt man eine kleinwüchsige Reinemachefrau? Putzi.
Letztes Wochenende habe ich nach langem mal wieder Karthäusernelken gesehen. Und zwar nicht in einem Garten, sondern in einem Gebiet, das sozusagen renaturiert wird. Zu meinen darken Zeiten habe ich sie immer als Gothblume propagiert. Die anderen Goth fanden die Dämonenblume passender. Das macht m. E. wenig Sinn, denn die Dämonenblume stammt aus Borneo, und dort gibt es keine Goths. Es ist aber bezeichnend für den modernen Menschen, daß er sich anhand dem Aussehen und nicht anhand traditioneller Verankerungen orientiert. Daraus entsteht eine letztendlich zusammenhanglose Pixelwelt. Natürlich propagierte ich eine Gothblume, um zu zeigen, daß sich auch in der Gegenwart scheinbar uralte Bestimmungen implementieren lassen. Ich hatte damals sogar eine Geschichte über einen Ritter erfunden, dessen Blut sich zu diesen Blumen verwandelt hätte. Mit diesem Anliegen war ich den Veytalern ein paar Jahre voraus. Es war von mir auch der Versuch, in die Fantasiewelten, die bei Gothic genauso wie bei LARP bestehen, etwas Reales einzufügen, um überhaupt noch irgendeinen Bezug zur Realität zu haben. Wenn man heutzutage im Internet einen Begriff eingibt, z. B. Garotte, dann wird dies nicht nur vernünftig beschrieben, sondern es gibt Einträge von irgendwelchen LARP-Deppen, die dann völlig irres Zeug aus ihren Phantasiewelten ins Netz reinschreiben. Daß der Gegenstand von einem fremden Planeten stamme und ähnliches. In 10 bis 15 Jahren sind die Leute dermaßen verblödet mit ihren idiotischen Phantasiewelten, daß sie zwischen realen Ereignissen und Phantasy nicht mehr unterscheiden können und solche LARP-Einträge für bare Münze nehmen. Irgendwann wird es keinen realen Caesar oder Napoleon oder Adenauer gegeben haben, sondern diese Namen werden dann allen Ernstes irgendwelchen erfundenen Raumschiffkommandeuren zugeordnet. Warum wird das so kommen? Weil Internetseiten über reale und irreale Sachverhaltn gleich aussehen. Woran sollte man denn bemerken, ob etwas wahr oder erfunden ist?
So ein Blümchen wie die Karthäusernelke ist für mich ein Zeichen des Protestes gegen Menschen und Ideologien, die nur noch in Traumwelten existieren.
Ein schönes Bild der Karthäusernelke, lateinisch Dianthus carthusianorum
(die rötlichen Pflanzen, die gelbe Pflanze links ist Johanneskraut, wirkt gegen Hautverbrennungen und Verstimmungen):
http://www.wald-laeufer.de/wander.toure ... lueten.htm
Was hat das mit Gespenstern zu tun. Gespenstergeschichten waren das Kino früherer Zeiten. Traumwelten gab es schon immer. Aber der Umgang mit Traumwelten hat sich geändert. .... Ich hatte hier noch etwas zum mexikanischem Salbei geschrieben. Daß man laut Internet damit Gespenster vertreiben könne. Ich hatte das vor ein paar Monaten recherchiert. In gewisser Weise ist es jedesmal das gleiche. Eine amerikanische Pflanze soll ein Phänomen kurieren, daß traditionell in Europa angesiedelt ist. Die Deutschen rasieren sich untenrum, weil die amerikanische Pornoindustrie oder der Brite Charles Darwin ihnen dies eintrichterte. Manche Deutsche nennen sich Buddhisten, obwohl Buddha nie in Deutschland war und seine deutschen Anhänger noch nicht mal Sanskrit können. Nun, historisch betrachtet könnte man dies auch über das Christentum sagen (Jerusalem ist ja keine deutsche Stadt). Was passiert, wenn wir Ereignisse aus ihrem historischen und geographischen Kontext herauslösen?