Pfingstspektakulum Schloss Broich gecancelt

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Norbert von Thule
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Re: Pfingstspektakulum Schloss Broich gecancelt

Beitrag von Norbert von Thule » 19.03.2019, 14:32

Im Lokalkompass vom 07.03.19:
Reiner Terhorst hat geschrieben:
Groß-Events ziehen in den MüGa-Park

Die gewohnten, beliebten und bestens besuchten Großveranstaltungen, wie etwa das Pfingst-Spektakulum, Castle Rock oder die Ruhrbühne werden vom Schlosshof in den MüGa-Park verlegt, also ganz nahe beim Schloss.
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Norbert von Thule
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Re: Pfingstspektakulum Schloss Broich gecancelt

Beitrag von Norbert von Thule » 29.03.2019, 17:56

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Die Baumaßnahme, wodurch Knut Schultz im Müga-Park (Stadthallengarten) deutlich weniger Platz zur Verfügung hat und uns einfach nicht unter bekommt, könnte folgende kunsthistorisch wertvolle Restaurierungsmaßnahme sein (Neue Ruhr/Rhein Zeitung vom 3. März 2019):
Steffen Tost hat geschrieben:Auf der Liste der sanierungsbedürftigen Objekte stehen die beiden Anamorphosen von Werner Nekes* an der Brücke, die vom Stadthallengarten zur VHS und damit in der Verlängerung auch zur Camera Obscura führt.
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* Anamorphose von Werner Nekes:
Werner Nekes hat geschrieben:Anamorphose [gr.: aná = gemäß, entsprechend umstellen; morphe = Gestalt, Form]
Umgestaltung oder gesetzmäßig verzerrte Darstellung. Sie offenbart eine deutbare Gestalt erst nach der Entzerrung, durch Sichtwinkelveränderungen (z.B. Betrachten von der Seite) oder Benutzung eines geometrischen Spiegelkörpers oder einer Prismenoptik.

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Anamorphosen verdeutlichen die Möglichkeit der Perspektive, unser Sehvermögen zu trügen. Die Zentralperspektive täuscht Raum auf der Bildebene vor. Ihre Erfindung zwischen 1400 und 1500 leitete eine neue Zeit ein. Das Bild der Welt in einfache meßbare und begreifbare Linien zu zerlegen, veränderte die Kunst des Abendlandes. Um perspektivisch exakt zu zeichnen, bedienten sich die Künstler verschiedener Zeichenhilfen. Albrecht Dürer (1471-1528) benutzte als mechanisches Utensil ein Velum. Es bestand aus einem Holzrahmen mit einem Netz aus schwarzen Fäden. Vor dem Netz fixierte er den Visierstab und somit die Position seines Auges, den Blickpunkt. Beim Betrachten durch das Okular übertrug er die Umrisse des darzustellenden Objekts oder Modells auf eine gleichfalls in Quadrate eingeteilte Zeichenfläche. Beim Einnehmen eines anderen Blickpunktes konnten verkürzte oder verlängerte Perspektiven, veränderte Proportionen von Gegenständen gezeichnet werden, ohne sie zu entstellen. Nach denselben perspektivischen Gesetzen ist auch die Anamorphose konstruiert. Es handelt sich dabei um eine extreme Form, bei der ein Bruch zwischen Gestalt und Aufzeichnung stattfindet. Sie verdankt ihr Entstehen den gleichen Umständen, dem Austauschen des Blickpunktes innerhalb des Rasters.

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